Aus dem Giftschrank des Dr. Knu (IV)
Damit hier mal wieder was erscheint, eine weitere Episode aus der “Giftschrank”-Reihe. Diesmal ein übertrieben melancholisches Gedicht aus meiner Zivi-Zeit, bei dem ich mal etwas mit Gedichtformalien rumprobiert hab. (09.04.2003)
Schnee im April
Gleitend über unsichtbare Wege,
Durch Gegenden, die nie vorher geseh´n,
Den Blick für nichts rundum mehr offen,
Mit deinem liebsten Menschen an der Seite geh´n.
Im Geiste spielten diese Szenen
So oft sich ab, begleitet von Musik.
Doch auch ein Geist, der träumt wird einmal rege
Und holt dir viel zu früh die Wirklichkeit zurück.
Dass du allein bist, merkst du dann betroffen,
Und deine Sehnsucht lässt dir keine Ruh´.
Verzweiflung steckt in jeder deiner Tränen
Das einzige was bleibt, bist du.