Global Peace Index: Norwegen gewinnt, Deutschland auf Rang zwölf.
Sollte ich vielleicht doch hier bleiben? Zum ersten mal hat die “Economist Intelligence Unit” (Quasi die Statistikabteilung der The Economist Group, die auch die Zeitschrift The Economist rausbringt) ein Ranking der Friedlichkeit von 121 Staaten herausgebracht. Laut PR Newswire (Hier die Originalmeldung) ist Norwegen dabei auf Platz eins, Deutschland belegt einen hervorragenden zwölften Platz, weit vor Frankreich und den USA.
Knapp 7000 Datensätze wurden dazu ausgewertet. Dem Ranking zugrunde liegen 24 Kriterien, unter anderem Zugang zu Handfeuerwaffen, Militärausgaben, Zahl der Inhaftierten, Korruption und Menschenrechtsachtung. Daraus wurden dann Muster entwickelt, die friedliche Gesellschaften ausmachen.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass friedliche Länder ein höheres Demokratie-, Bildungs- und Wohlstandslevel haben. Außerdem hatten kleinere stabile Länder, die am besten noch zu einem regionalen Block gehören (wie z.B. Skandinavien), höhere Chancen, im Ranking vorne zu landen. Ich bin ja mal gespannt, wo Deutschland im nächsten Jahr landen wird, irgendwie muss sich das Demokratiedefizit im Namen der Inneren Sicherheit, das sich sich da momentan breit macht, doch auch auswirken…
Ausgedacht hat sich den Index der Australische IT-Unternehmer Steve Killelea, weitere Unterstützer sind James Carter, der Dalai Lama und Erzbischof Desmond Tutu.
Hier Ausschnitte aus dem Ranking:
1 Norwegen
2Neuseeland
3 Dänemark
4 Irland
5 Japan
6 Finnland
7 Schweden
8 Kanada
9 Portugal
10 Östereich
11 Belgien
12 Deutschland
13 Tschechische Republik
14 Schweiz
15 Slovenien
…
33 Italien
34 Frankreich
35 Vietnam
…
48 Marokko
49 United Kingdom
50 Mosambik
…
59 Kuba
60 China
…
92 Türkei
…
95 Yemen
96 United States of America
97 Iran
…
118 Russia
119 Israel
120 Sudan
121 Irak
am 3. Juni 2007 um 23:22 Uhr.
Da liegt Kanada meilenweit vor den USA, trotz direkter Nachbarschaft und nicht unbedingt größerer Fläche. Da sollten die USAler echt mal drüber nachdenken.