15/05: Krabben pulen und Modern Talking
Ingmar, einer meiner Mitbewohner, wird 25, und das feiert er auch groß. Unzählige Exil-Stavangeraner sind eingelade, vorher wird für einen ausgewählten kleineren Kreis noch nett aufgetischt: Auf dem Wohnzimmertisch in der Küche und auch eine Etage höher liegen massenweise Krabben, die darauf warten, gepult, aufs Brot geschmissen, in Mayonnaise ertränkt und verspeist zu werden. Janin als ungeübte Landratte schlägt sich gar nicht so schlecht und entgegen aller Erwartungen mag sie ds Krabbenzeug sogar. Tatsächlich redet man auch mit uns, doch dann werden sowohl die beiden Wohnungen als auch die Partygäste immer voller, was der Sache irgendwie den Spaß nimmt. Partymusikalisch sind Norweger sowieso nicht die besten Vorbilder, es läuft irgendwie immer dieselbe Playlist, in dieser auch “Brother Louie” von Modern Talking, die zum Glück hier niemand als deutsche Produktion erkennt.
Irgendwann ist mein Alkohol alle und ich lege mich hin, es rumpelt aber noch eine ganze Weile auf dem Flur herum, und ab und an ruckelt die Türklinke. Schlauerweise hab ich die Tür aber vorher abgeschlossen. Am nächsten Tag sieht die Wohnung noch ne ganze Weile ziemlich scheiße aus, und irgendwie sind auch noch ein paar Krabben übrig, die Ingmar versucht unter die Leute zu bringen.
Von Janin und mir hat er übrigens ein deutsches Reisewörterbuch bekommen, das er dann mal benutzen kann, wenn er in Deutschland Mädels aufreißen will, sollte er die Rubrik denn finden…
am 19. Juni 2007 um 02:38 Uhr.
Ich mag zwar Krabben, aber ich hasse das pulen (wird nie mein Ding sein!)