Eine komische Tradition

Vor langer, langer Zeit war Bergen noch ein wenig kleiner. Trotzdem lebten hier schon immer einige reiche Leute. Und vor der Stadt wohnten Bauern, denen es nicht so gut ging. Da bekamen die reichen Stadtbürger Angst, die armen Bauern könnten sie berauben, und gründeten eine Bürgerwehr. Die Kinder dieser Bürgerwehrleute fanden diese ganze militärische Gehabe lustig und spielten das mit Trommeln und Holzgewehren nach. Heute, knapp 150 Jahre nach den ersten Buekorps, ziehen jedes Jahr von Ende Februar bis Ende Mai trommelnde Grüppchen in Uniformen durch die Stadt. Dabei sind nicht nur Kinder, sondern auch “Veteranen”, trommeln können alle nicht, und beim Marschieren gucken sie besonders böse. Angeblich sind die Buekorpsene unpolitisch, und in dreien der 15 sind sogar Mädchen erlaubt (in zweien davon ausschließlich). Während andere fürs zu lange feiern von der Polizei verwarnt werden, dürfen Buekorpsene zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Stadt marschieren und harmlose Menschen mit ihrem Marschieren nerven. Ich find sie unheimlich, abgesehen davon, dass sie diesen ganzen Militärirrsin verharmlosen.

RIMG0788 1000x1000 1000KB

Aber sie lernen ja nur Disziplin und Kameradschaft und so…und schließlich ist es Tradition!

Einen Kommentar schreiben:


Please visit WP-Admin > Options > SPA and enter the key. How to find your key