Das Original StudiVZ…

…heißt bekanntlich Facebook. Da das zuerst nur auf die USA und später UK beschränkt war, dachten sich ein paar findige Berliner, dass das ja ne tolle Idee wäre, und kopierten das ganze Ding, nur eben in rot statt blau. Nun ist Facebook auch endlich für alle Nationen offen und hat vor Kurzem Norwegen erreicht. Am Wochenende hab ich mich mal angemeldet, damit ich auch meine norwegischen “Freunde” registrieren kann. Bis jetzt haben mich auch schon über 20 Leute (meine Mitbewohner, BSTV-Leute und Kvarteret-Kollegen) gespeichert. Und in einigen Gruppen bin ich auch schon Mitglied.

So ganz überzeugt bin ich allerdings davon noch nicht. Eigentlich ist mir die Datenmenge, die man so bei StudiVZ freigibt, schon beinahe zuviel. Facebook geht da aber irgendwie noch einen Schritt weiter, indem es zum einen alle über die Verbindung zu deinem Freund aufklärt (z.B. “die beiden wohnen seit 2007 zusammen”) , außerdem schamlos nach sexueller Präferenz und Beziehungsstatus fragt, und schließlich noch jeden, der mit dir verlinkt ist, über jede Kleinigkeit, die sich seit dem letzten Login ereignet hat, aufklärt (Das nennt sich dann Newsfeed). Ich erfahre also, ob meine Freunde über Nacht wen aufgegabelt haben, ob sie neue Fotos und neue Freunde haben, oder einfach nur einen Rechtschreibfehler in ihren Hobbieangaben korrigieren. Auf der jeweiligen Seite steht dann nochmal die gesamte Profilgeschichte als ”Mini-Feed” (wenn man sie nicht ständig löscht).

StudiVZ ist irgendwie übersichtlicher und leichter zu handhaben, aber Paradiese für Datensammler sind beide. Abgesehen mal von potentiellen Arbeitgebern, die die Dinger angeblich nach passenden Kandidaten durchforsten. Und doch sehr faszinierend, zu sehen, wie soziale Netzwerke im Virtuellen auf- und ausgebaut werden…ganz unverbindlich und nebenbei…

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