19/02-07: Mea Culpa…

Jaja, ich weiß, ich sollte viel öfter schreiben. Und in Zukunft werde ich das auch wieder tun. Wobei ihr je eigentlich froh sein könnt, ist ja schließlich ein gutes Zeichen, wenn ich nicht den ganzen Tag in der Bude häng und Blog schreibe ;-)

Hier nun eine kleine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, in Farbe und bunt:

Hansa-Tur (07/02):

Ich war tatsächlich in der tollen Hansa-Brauerei! Gegründet wurde die übrigens 1800irgendwas vom selben Typen, der sich auch die Fløyban hier ausgedacht hat. Hansa braut in Lizenz hier auch Heineken-Bier, füllt Clausthaler und Coca Cola ab. Nachdem ich im Sommer 2005 schon einmal eine kleine Bio-Brauerei im Allgäu besucht hab, war das nochmal n ganz anderer Schnack. Im Anschluss an die Führung gabs bei Schnittchen und Bier, Cider, Limo noch einen Vortrag über die Geschichte des Biers. Mitnehmen durften wir nur Limonade, weil Alkoholgeschenke als Werbung gelten, und Werbung für Alkohol hier komplett verboten ist.

   

Winter-Wanderung feat. Janin (09/02):

Da gibt’s eigentlich gar nicht so viel zu sagen. Es war sonnig, ideales Wetter für einen Freitagsausflug also. Mit der Bahn auf den Fløyen, und von dort aus ging es dann auf den Rundemanen, durch hohen Schnee, vorbei an riesigen Eiszapfen und gefrorenen Wasserfällen. Die Sonne wärmte kräftig, da blieb sogar Zeit für ein Mini-Fotoshooting :-)

      

      

      

Später am Abend ließen wir den Tag gemütlich bei Pasta mit Broccoli und einem netten Film ausklingen.

Pubquiz (12/02):

Die Internatonal Student Union veranstaltet immer mal ein internationales Quiz im Kvarteret. Dieses Mal haben Teresa, Katrin, Janin und ich auch mitgemacht. Unsere Gruppe nannte sich Teebeutel. Es wurden jeweils neun Fragen in den Kategorien Allgemeines, Geschichte, Sprache und Literatur, Wissenschaft und Geografie gestellt, deren Antworten man auf einen Zettel schreiben mussten. Gefragt wurden so Sachen wie das Datum der Erfindung des Dynamits, dem Autor des Romans Ben Hur, oder was Hypometropia ist. Mit ein wenig Wissen, viel Glück und der PSP, die in der Pause ein Bekannter dabei hatte, wurden wir schließlich mit einem halben Punkt Vorsprung Dritte. Janin war ganz außer sich vor Freude, vor allem über den Preis: 5 Fahrten mit der Fløyban auf den Berg rauf.

Zweiter Fernsehbeitrag (12 - 17/02):

Mir fiel in der Woche nix Vernünftiges ein, allerdings gab es bei der Themenbesprechung eine Pressemitteilung der Kunsthochschule, dass zwei Designabsolventen auf der Stockholmer Möbelmesse ausstellen durften. Das nahm ich einfach mal zum Anlass, eine Geschichte über die Zukunftsaussichten von Kunsthochschülern zu drehen. Die Terminabsprachen funktionierten auch alle noch halbwegs gut, denn die Pressefrau der Hochschule war ziemlich gut, gab mir die Nummer einer Künstlerin und machte einen Termin mit der Direktorin klar. Auch die Designertypen wollten nach einigem Zögern mit mir reden. Am Mittwoch sollte es dann losgehen. Meine spanische Technikerin hatte alles gebucht, wir waren pünktlich im Büro der Direktorin. Und dann begann er, der Fluch… Die Kamera ging immer an und aus, wir konnten nicht einmal ansatzweise filmen. Nach tausend Entschuldigungen mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Zwar hatten wir am nächsten Tag einen neuen Termin, und die Direktorin eine ruhige Woche, peinlich war es dennoch, und Zeit gekostet hat es auch.

Wenigstens die Interviews gingen am Donnerstag halbwegs gut. Ich fühlte mich im Fragen halbwegs sicher, bekam allerdings leider viel zu lange Antworten. Die beiden Designer waren zwar auch nett und freundlich, erzählten auch n bischen was, sprachen aber viel zu leise und konnten auch keine Stücke vorzeigen, weil die noch eingepackt waren. Sie wollten aber wenigstens noch ein paar Fotos nachreichen. Abends sollte dann geschnitten werden. Die ersten beiden Teile schafften wir auch mehr oder weniger. Als jedoch der Abend spät wurde, und die Spanierin den letzten Bus nach Fantoft bekommen musste, hatten wir noch eine halbe Minute zu viel Material, keine Einblendbilder im letzten Teil und mein Kommentar war auch noch nicht eingesprochen. Außerdem war ich nun auch technikerlos, weil die gute Frau Freitag und Samstag arbeiten musste. Den Kommentar sprach ich am Freitag ein, den Schnitt musste ich am Samstag früh machen, weil kein Schneideplatz frei war. Inzwischen waren auch die Fotos von den Möbeln gekommen (viel bessere Bildschnipsel hatte ich leider auch nicht), und irgendwie bekam ich dann auch den Beitrag (aus meiner Sicht) halbwegs rund, eben das beste, was man daraus machen konnte.

In der Sendung selbst hatte ich allerdings das Pech, dass der Moderator mitten in der Woche krank wurde, ich also keine Einleitung bekam. Mit ein wenig mehr Zeit hätte ich das sicherlich auch noch kommentieren können, aber 1:30 waren dann doch ein wenig knapp. Es wurde nur ein mit “Kunsthochschule” beschrifteter Arm gezeigt. Zusammen mit dem teilweise schlechten Ton war es sicherlich nicht für alle gleich ersichtlich, worum es eigentlich geht.

Dass der Focus da auch das Problem war, wurde auch am Montag in der Redaktionssitzung kurz angesprochen, ich wurde jedoch von der Chefin vom Dienst auch ein wenig in Schutz genommen, die das Material auch schon kannte. Passte auch ganz gut zur gesamten Sendung, die allgemein nicht so wirklich gut war. Naja, war sicherlich nicht mein bester Beitrag, aber ich bin ja da, um was zu lernen. Und eins hab ich auf jeden Fall gelernt: Als Reporter ist man ganz schön abhängig von seinen Technikern.

Ein Kommentar zu “19/02-07: Mea Culpa…”

  1. Katrin

    Ich freu mich schon auf den geplanten Beitrag von Janin und dir! Der wird bestimmt super! ;-)

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