Urlaubsblog 1: Die kleine dicke Nichte, Parties und ein bischen “Heimweh”
Das erste Wochenende in Norddeutschland. Irgendwie komisch, hier zu sein, und alle wieder zu sehen. Freitagnachmittag bringe ich meinen Bruder und meinen Vater nach McPomm, kann dabei gleich mal n bischen Baby gucken. Ein wirklich süßes Ding. Sieht ganz genau aus wie meine Schwester als Baby. Kurz vor meinem Aufbruch darf ich die Kleine Thaya sogar mit der Flasche füttern und hinterher auf dem Arm halten. Mit ihren winzigen Händen an meiner Schulter festgekrallt, kuschelt sie sich hinterher ganz fest an mich an. Ich glaub, ich werd den Klops ganz schön verwöhnen, wenn sie alt genug ist, mich immer in HH besuchen zu kommen. Dann gehts nach Hagenbeck, aufn Dom und ins Kino, ich schenk ihr ganz viele Bücher, und sie darf fast alles…ihre Mutter wird mich dafür hassen…:-)
Abends fahre ich nach Hamburg, es geht auf die Geburtstagsparty von Sandra aufm Kiez. Es ist unglaublich voll, verqualmt, das Beck’s kostet 2,70 und die halbe Grüne Jugend ist auch da. Hab die Meute ja schon ein wenig vermisst. Und St.Pauli sowieso…
Samstag zieht es mich mit Jonas auf den Ottenser Weihnachtsmarkt. Wie jedes Jahr trinke ich am “Tallin”-Stand meinen Estnischen Beerenglühwein. Der ist nicht nur unglaublich lecker, sondern hat auch noch 14%. Schon was anderes als dieses Glögg-Gesöff in Norwegen, das zwar nach Glühwein riecht, aber nur aus Zucker und Aroma besteht.
Später wird wieder gefeiert. Anjes, natürlich auch ein Grüner, hat sein Examen geschafft. Im schönen Eimsbüttel geht darum die Post ab. Es fließt unglaublich viel Alkohol, Leute tanzen auf dem Fensterbrett und putzen mit ihrem Hintern lasziv die Fensterscheiben. Bekannte Gesichter und böser Humor überall. Ich amüsiere mich, doch richtig angekommen bin ich noch nicht. Ich habe Hamburg vermisst, und nun fange ich an, Bergen zu vermissen. Die Berge, die Regenschirme, die Straßen. Ich hab keine eigene Wohnung, und komme mir ein wenig fremdkörperig vor, selbst, wenn ich weiß, dass ich willkommen bin. (Sagen die Leute jedenfalls, bei denen ich mich einniste.) Mal schaun, wie das noch wird die nächsten Wochen, hab ja noch einiges aufm Plan…
am 18. Dezember 2006 um 21:06 Uhr.
Heute ist endlich dieses schrecklich Wochenende ohne Internet-Zugang zu Ende gegangen. Herlich endlich wieder im Netz zu sein. seit Samstag 14 Uhr bis Montag 20 Uhr hatte mein gesamter Block keinen Zugang. Von donnerstag zu Freitag und von Freitag zu Samstag war er schon schon für mehrere Stunden weg.
Am Donnerstag hatte ich übrigens das Ergebnis meiner ersten Prüfung erfahren: DURCHGEFALLEN. Toll! Ein kleiner Trost ist mir wenigstens, dass die beste Note auch nur ein D war!
am 18. Dezember 2006 um 22:07 Uhr.
Ja, ich kann dir dein Heimweh irgendwie nachfühlen. Grad aus Tromsö zurückgekehrt muss ich zurückblickend schon zugeben, mich während des Fluges zurück nach Bergen schon auf daheim gefreut zu haben. Und dabei soll daheim wirklich auf das kleine stinkige Zimmer in Fantoft hindeuten, und nicht auf österreichische Breiten.
Vielleicht liegts aber auch daran, dass das Flugzeug eine doch beträchtliche Zeit wegen ungenannter technischer Probleme nicht landen konnte.
am 27. Dezember 2006 um 10:14 Uhr.
Heimweh, bei uns, pah! *schmoll* Wie lange bleibst Du eigentlich noch? Ich hab zwar momentan kaum Zeit, würd mich aber trotzdem freuen, Dich nochmal zu sehen, bevor Du wieder ins Reich der trolle zurückkehrst.