Tag 121: Eksamen II

Norwegisch, schriftlich: Von neun bis 15 Uhr ist der Konferenzsaal des Grand Hotel Terminus (Genau, das mit dem Frühstückssaal von der Julegalla) vollgestopft mit nicht-Norwegern, die im vergangenen Semester die Fortgeschrittenenkurse besucht haben. Dass die, die in Fantoft wohnen , in der letzten Nacht merhmals von grölenden Spaniern oder Franzosen (so genau konnten wir uns noch nicht einigen) geweckt wurden, spielt dabei keine Rolle.

Die Klausur besteht aus mehreren Teilen: Einem Diktat, zwei Leseverständnisaufgaben, einem Lückentest, einem Text mit Sätzen, die man neu formulieren muss, und einem Aufsatz. Die Leseverständnissachen sind recht merkwürdig: Einmal soll man ankreuzen, ob Aussagen zum Text richtig oder falsch sind, und einmal soll man Überschriften den einzelnen Absätzen zuordnen. Normalerweise sollte sowas ja eindeutige Lösungsmöglichkeiten bieten, so wirklich ist das aber nicht der Fall, es bleibt allerhand Interpretationsspielraum.

Zum Diktat kommt extra ein Vorleser reingeschneit, der sehr deutlich, zum Ende hin aber dann doch sehr eilig vorliest. Nach seiner Vorstellung verlässt er ohne Applaus den Saal.
Nach zweieinhalb Stunden war ich dann schließlich auch mit meinem Aufsatz über die Bedeutung des Friedensnobelpreises fertig und verließ als insgesamt Dritter den Saal. In der Lobby wartete ich dann noch eine ganze Weile auf die anderen, die sich mit ihren Texten ein wenig mehr verausgabten als ich.

Jetzt fehlt nur noch das mündliche Literaturexamen am Mittwoch, und ich kann in Ruhe meinen Weihnachtsurlaub in der Heimat antreten. *freu*

Gefeiert wurde aber auch schon: Da Yvonne am Montag schon wieder zurückfliegt und nächstes Semester nicht wiederkommt, tranken wir ihr zu Ehren das eine oder andere Bierchen bei Doro in der Stadt (natürlich auch eine Deutsche) und gingen hinterher in die “Garage”, ein etwas versiffter, aber netter Laden mit Tanbzfläche im Keller, eher rockiger Musik und einem Kicker vorm Klo. Den okkupierten Svenja und ich recht fix, und als wir dann Leute gefunden hatten, die gegen uns spielen wollten, kamen wir aus der Ecke kaum noch raus: Nach drei Spielen (1 Sieg, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) gegen verschiedene Norweger konnten wir dennoch flüchten. Ohne mich hätte Svenja die sicher alle kalt gemacht, die kann das echt…ein wenig Tanz und einen Spaziergang nach Fantoft später fiel ich totmüde und mit Klamotten ins Bett…

Ein Kommentar zu “Tag 121: Eksamen II”

  1. Katrin

    Ueber das Examen sprech ich lieber nicht, aber es wird schon alles gut gehen. Der gestrige Tag war so aber ganz nett. Dafuer war ich heute den ganzen Tag im Halbkoma. Ich bin einfach nicht auf Trab gekommen. Jetzt bin ich ganz allein, wieder. ich war heute mal fast den ganzen Tag allein. Schon komisch, aber am Freitag kommt ja meine Schwester und dann hab ich wieder einen Mitbewohner, der alles wieder dreckig macht!!!!

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