Tag 120: Eksamen I

Nach dem Literaturhausarbeits-Parforce-Ritt (Wer da mal nen Blick drauf werfen will, kann das hier tun), einer späten Kvarteret-Schicht am Mittwoch und mit einem völlig verkorksten Biorhythmus durfte ich am Donnerstag um zwei zum mündlichen Norwegischexamen antanzen. Vorher schaute ich mir noch ein Zimmer an: Eigentlich nett, schöne Lage, niedliches Häuschen, großer Raum. Aber die Sache hatte den Haken, dass die Bewohnerstruktur ziemlich an Fantoft erinnerte: Ein Schwede, ein Franzose und einer aus Nigeria wohnten mit auf dem Flur, mit denen man sich dann die siffige Miniküche und das Minibad ohne Ablagemöglichkeiten teilen sollte. Ansonsten gab es dort keine Gemeinschaftsräume, und die Zimmer selbst waren eben wie Wohnheimzimmer mit stabilen, abschließbaren Türen. Da hätte ich auch gleich hier wohnen bleiben können, zentrale Lage hin oder her. Abends bekam ich dann die Nachricht, dass ich das Zimer haben könnte. Ich habe abgesagt.

Danach saß ich dann mit meinem Blaubeermuffin und nem Caffè Latte von 7/11 auf dem Flur und wartete ziemlich unvorbereitet darauf, aufgerufen zu werden. Dass meine eigentliche Norwegischlehrerin krank war, und jemand vertretungsweise die Prüfung leitete, machte mich ein wenig nervös, der leere Flur verströmte ein wenig diese typische beunruhigende Prüfungsathmosphäre:

Die Prüfung lief übrigens ganz gut, glaube ich. Ich habe zwar unwissenderweise einer Samin erzählt, wie Samen so leben, wusste nich wirklich viel über die norwegische Petroleumindustrie und konnte über eine Kurzgeschichte nix sagen, weil ich zu dem Zeitpunkt, als die dran kam, krank war. Dafür notierte sich die Beisitzerin aber erstaunlich wenig Fehler, und der freie Gesprächsteil lief auch ziemlich gut. Über Lübeck, Hamburg und die Abwicklung des Skandinavistikstudiengangs konnte ich dann doch ganz gut erzählen. :-)

2 Kommentare zu “Tag 120: Eksamen I”

  1. Katrin

    ich glaub die Beisitzerin hat sich generell wenig aufgeschrieben. zumindest hat sie auf dem Zettel bei mir schon zu meinen Vorgængern Notizen gehabt. Dafuer dass ich sehr nervøs war, fand ich die muendliche auch ganz in Ordnung.

  2. Res

    da muss ich mich jetzt wohl erbärmlich fühlen, nachdem sie zwar in der ersten Hälfte gar nichts aufgeschrieben hat; je länger ich aber gesprochen hab, sich der Zettel doch ziemlich ausgefüllt hat

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