Post von der Bahn
Ja, die Bahn schreibt auch nach Norwegen, und zwar Folgendes:
“…mit unserem Schreiben vom 02.10.2006 [welches Schreiben?] erhielten sie die neue BahnCard. [nö] Leider konnten wir bisher keinen Zahlungseingang des BahnCard-Kaufpreises feststellen. [Ohne Rechnung auch etwas schwer, außerdem hab ich das Teil abbestellt, vier und zwar am 28.09..]
Wir bitten Sie daher, den offenen Betrag unter Verwendung des beigefügten Formulars innerhalb der nächsten 14 Tage ab dem oben genannten Datum dieses Schreibens zu überweisen. [Innerhalb der nächsten 14 Tage? Die können froh sein, dass der Brief nur 4 Tage brauchte, um anzukommen.]
Nach Fristablauf werden wir zur Durchsetzung unserer Forderungen das Inkassounternehmen Süd-Westdeutsche Inkasso KG beauftragen. [Ganz schön ruppig, muss ich sagen.]
Sollten Sie den Kaufpreis [ich finde hier hätten sie auch noch mal BahnCard-Kaufpreis schreiben können, des Corporate Brandings wegen] bereits bezahlt haben, bitten wir Sie, sich kurzfristig mit uns in Verbindung zu setzen. Sie erreichen uns montags bis freitags von 07.00 - 21.00 Uhr unter unserer [BahnCard-]Service-Nummer 01805 340035 (12 ct./min) [Ich soll also eine Servicenummer anrufen, die mich Geld kostet, wenn die was verbockt haben? Das nenn ich kundenorientiert.]
Mit freundlichen Grüßen
Ihr BahnCard-Service”
Das “beigefügte Formular” weist übrigens einen Betrag von EUR 0,00 auf. Was soll man denn nun tun?
- Die Service-Nummer anrufen. Von Norwegen aus?
- Auf das Inkassounternehmen warten und dann anfallende Mahngebühren zahlen?
- Die Nullkommanullnull Euro überweisen? Geht das überhaupt?
- Oder soll ich da jetzt noch ne 10 vorsetzen, damit die BahnCard, die ich nicht bekommen hab und auch nicht will, bezahlt ist?
Bin über Anregungen sehr dankbar, schließlich möchte ich den Börsengang der Bahn mit meiner Unsicherheit auf keinen Fall gefährden.
am 7. November 2006 um 15:03 Uhr.
Hm… Ich dachte solche Dinge passieren nur mir?! Schreib denen einen bösen Brief zurück und sag sie können dich auf deinem norwegischen Handy anrufen, wenn sie was von dir wollen, weil du nicht einsiehst Geld für deren Unfähigkeit auszugeben und dann wird sich herausstellen, dass es ein Fehler war
am 7. November 2006 um 17:10 Uhr.
Dafür hab ich auch keine bessere Lösung, als einen Brief zu schreiben, oder e-mail (falls du eine Adresse hast)
am 7. November 2006 um 22:23 Uhr.
Bin ja immer noch dafür, dass du einfach wie gewünscht eine Überweisung durchführst, mit den von ihnen verlangten 0€. Wär neugierig, was dann geschieht.
am 8. November 2006 um 00:32 Uhr.
Ignorieren, hat bei mir mit der ZEIt auch geklappt
Letztendlich hab ich nach 5 Telefonaten und 3 Briefen nix bezahlt, kriege sie aber weiterhin. Danke, lieber unfähiger ZEIT-Leserservice!
am 16. November 2006 um 00:56 Uhr.
ha, also wenn es darum geht, sich mit gewissen unternehmen anzulegen (erwähnen möchte ich an dieser stelle meine lieblingstrottel von der deutschen telekom…), bin ich immer die erste, die der meinung ist, dem kompetenten sachbearbeiter seine unkompetenz möglichst bildlich unter die nase zu reiben. meistens erhält man darauf keine resonanz (warum auch? zwischen kaffee, mittagspause und plausch mit dem netten kollegen am nachbartisch bleibt nicht so viel zeit, lächerliche kundenanfragen zu beantworten), was mich zum nächsten schritt bringt: saftige beschwerde an die geschäftsleitung per einschreiben (das ist wichtig, übt dahingehend druck aus, das geantwortet werden muss. clever, ne?). nach einigen wochen wird der “fall” dann auch wirklich beantwortet, natürlich zur zufriedenstellung des kunden und wenn man ganz viel glück und ne nette geschäftsleitung erwischt, gibt es eine einzelne gratis briefmarke als entschädigung noch dazu - man will ja seine kunden nicht verlieren…
in diesem sinne, zeig den schiffsschaukelbremsern wo der hammer hängt!