Tag 85: Das Leben ist eines der schönsten
Das sollte mal gesagt werden.
Klar wars nicht toll, im überfüllten Bus neben Teenagern zu stehen, die gerade vom Sportunterricht kamen, oder zumindest so rochen. (Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass Teenagr allgemein irgendwie stinken?) Auch, dass der Busfahrer in der statt nicht gebremst, sondern gehopst ist, ist eher negativ zu bewerten, genauso wie die Tatsache, dass Feng-Shui wieder die Küche blockiert hat, als ich kochen wollte.
Aber ansonsten wars mal wieder ein schöner Tag. Fing schon schön an. Morgens verwandelte der Nebel die Landschaft in ein neuschneeartiges Raureifgebiet. Rutschig, etwas kalt, aber ziemlich schön.
Unistress in Bergen macht auch irgendwie Spaß, ich komm mir langsam so vor, als würde ich hier mal richtig gefordert, und mach auch mal mit, das tut gut. Im Web-Publishing-Kurs bekam ich meine erste Essay-Aufgabe (Über die Bedeutung von Weblogs für den traditionellen Journalismus, da sollte mir doch was einfallen), und begriff dann auch, wie ich eine Tabelle über die gesamte Seitenbreite mit html programmieren kann. In Norwegisch bekam ich für meinen Text über Hamburg ein A. Hatte so wenig Fehler wie ewig nicht mehr, wenn ich was abgegeben hab. Vielleicht zahlt sich das alles hier doch so langsam mal aus.
Außerdem schien wieder die Sonne, es machte riesig Spaß, von der Uni den kurzen Weg zum Kvarteret durchs Herbstlaub zu stratzen.
Der Tee auf dem Sofa und dazu wieder ein paar Seiten von “Lucie” taten mir richtig gut. Erinnerte mich irgendwie an meine Zivizeit in Lübeck, wo ich jeden Tag nachm Dienst mit der taz oder nem Buch von Hesse im Café Remise in der Wahmstraße saß, meinen Milchkaffee schlürfte und mich erholte.
Ein leckeres Hähnchenfilet in Oliven-Sahnesauce zum Abendbrot, Tee und Schokolade, und schön mit einer Freundin in Hamburg telefonieren rundeten den Tag ab.
Ich hab mich lange nich mehr so wohl und mit mir im Reinen gefühlt, darum ist es mal wieder Zeit für ein kräftiges “Yeah Life!“. Mal gucken, wie lange das anhält. Hab ja Musik für jede Stimmungslage in meinem iPod. ![]()
am 3. November 2006 um 02:01 Uhr.
Alter Angeber! Jetzt mußt du hier auch noch mit deinem “A” in Norwegisch angeben. Hätte ich gewußt was die Aufgabe war, dann hätte ich genauso gut einen super Text über Berlin schreiben können!
am 9. November 2006 um 02:34 Uhr.
Einen so schoenen Text kann man aber nur ueber Hamburg schreiben…
am 17. November 2006 um 21:05 Uhr.
na warte!!!!!!