Tag 33: Koffer sind da, Besuch schon wieder weg

Kurze Rückschau auf den Montag Abend: Essen im TGI Fridays, lecker Lachs. Dann mit Onkel Thomas auf ein Bierchen ins ”Kvarteret“. Dort ist Montags ”Jam Session“, es darf also jedeRauf die Bühne, der oder die möchte. Neben einigen ”Ich wurde gezwungen, hier aufzutreten”-Darbietungen und ein paar schlecht gecoverten Rockklassikern trat auch ein ziemlich cooler Chor auf, der so n bischen traditionellen Ethnogesang performte, und eine SkaBand, die ihr Handwerk unglaublich gut verstand. Im Kvarter trafen wir auch Svenja, die im Gegensatz zu mir nicht auf den letzten Bus angewiesen war, und somit noch länger bleiben durfte. :-)

Dienstag: Habe verschlafen. Eigentlich war ich noch gut in der Zeit, ehe mich mein Magen aufhielt, so dass ich zu spät im Literaturkurs war. Alles aber nicht so schlimm, das Referat war auch erfolgreich. Wahrscheinlich haben Anna, meine Referatspartnerin, und ich auch viel zu viel gemacht. Nächste Woche müssen wir in zehn Minuten eine Präsentation zu Schweden im 19.Jahrhundert halten. Es wird tatsächlich langsam Arbeit hier. Vor allem, weil man ja nebenbei eigentlich auch immer noch das eine oder andere Buch lesen muss. Wenn mein Bafög endlich kommen sollte, kann ich auch mal in den Buchladen gehen, und meine Lernmaterialien kaufen.

Zwischen Literatur und Norwegisch suchte ich das “Kvarter” auf. Ich wollte wissen, ob und wann ich denn nun da arbeiten soll. Die haben zwar eine Telefonnummer von mir, allerdings nur in Fantoft, und da halte ich mich ja nun gar nicht so oft auf am Tag. Im Infokontor wussten die auch nix so wirklich, aber nach ein paar Telefonaten fanden wir immerhin raus, dass ich wohl in Gruppe 1 bin. Zufällig saß die Gruppenleiterin Thine auch gerade im Café und freute sich, dass ich da bin. Schließlich brauchte sie noch dringend Leute für die Mittwochsnachmittags- und die Donnerstagsabendsschicht….Als erste Schicht gleich am Donnerstagabend bis nachts um vier zu arbeiten und die betrunkenen Norweger mit Bier zu füttern, traute ich mir dann doch noch nicht zu…

Nach der Uni traf ich Thomas und Helga am Fischmarkt zum Essen und Kaffee trinken. Die beiden hatten wirklich unverschämtes Glück mit dem Wetter. An den drei Tagen, an denen sie hier waren, meldete sich der Sommer noch einmal zurück. Einheimische sagen, dass über 20 Grad im September hier wirklich höchst selten sind. Pünktlich zur Abreise kamen dann auch ihre Koffer an, und so habe ich jetzt wieder Alkohol, Kaffee und Haarmatsch. Habe mich wirklich gefreut, die beiden mal wieder zu sehen, und hoffe, es hat ihnen hier gefallen.

Abends gabs Dosenchampignons mit Spaghetti (man kann ALLES mit Pasta kombinieren), und später war ich noch auf ein Bier mit David in der Stadt. Mein Norwegisch is immer noch holprig, aber ich konnte mich verständigen. Alles in allem ganz nett.

Gleich gehts ins Kvarter, bin schon ganz aufgeregt, ob ich das auch alles auf die Reihe bekomm…

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