Tag 3 und 4: Wochenende in Bergen
Jau, Tag 3 bestand zum größten Teil aus Schlafen und rumgammeln, muss auch mal sein nach all dem Stress…
Abends gings dann aber doch noch einmal in die Stadt, “Vorspiel” bei Erik, nem Bekannten von Helge und Mattias.
“Vorspiel” heißt, dass man sich früh am Abend trifft, sich betrinkt, bis nix mehr reinpasst, und dann in die nächste Bar torkelt…in Deutschland auch als “Vörglühen” bekannt, nur hier ein wenig extremer, scheint mir. Außerdem passen alle immer höllisch auf, dass niemand von dem Alkohol trinkt, den die Leute mitgebracht haben…Ich glaube ja, das liegt an dem restriktiven Umgang der Norweger mit Alkohol, aber hier gibt es sogar Leute, die den Zugang zu Alkohol noch weiter verschärfen wollen…
Auf dieser Vorglühparty hab ich mich nett mit einer Germanistikstudentin unterhalten, die ein Jahr in Hamburg war, und sogar eine Kommilitonin von mir kennt. Is halt ne kleine Stadt. Zuerst redeten wir Deutsch, dann war ich mit Norwegisch dran, und zwischendrin gings mit Englisch. Recht verwirrend, aber zumindest is mein Norwegisch nicht so schlecht, wie ich immer gedacht hab.
weitgehend übernommen, wenn man so will :-)Hamburgkundige müssen sich das “Sailor” als “Wunderbar” in etwas größer vorstellen. Gespielt werden neben dem üblichen Chartkram auch sehr gern ehemalige Eurovision-Songs bzw. Songs aus den Vorausscheiden. Sehr faszinierend. Eintritt kostet 30 Kr., das Bier liegt bei 49,-, das geht sogar noch
Das “Sailor” liegt direkt im Studentenviertel, dicht bei den anderen Clubs, und wenn um drei alle dicht machen, kann man prima sehen, wie die Straßen übervoll sind. Da der letzte Bus um drei fährt, stehen gewaltige Schlangen an den Taxiständen. Eigentlich verwunderlich, sind Taxen hier ebenfalls viel teurer als in Deutschland, und so unglaublich weit können die eigentlich alle nicht weg wohnen
Nach dem “Sailor” ging es dann noch zu irgendwem zum “Nachspiel”, was nichts anderes bedeutet als “wir können nicht schlafen, sind aber trotzdem ganz schön durch und sitzen noch ne Weile bei wem rum, vielleicht hat der ja noch was zu trinken”.
Das war eigentich n bischen nervig, aber ich hatte meinen Bus verpasst, und musste die Zeit ja irgendwie totschlagen…
Egal, ich habe mich an dem Abend jedenfalls ganz gut unterhalten, einen Einblick in die Szene bekommen, Kontakte geknüpft, und nach dem “Nachspiel” durfte ich auch noch bei Mattias auf dem Sofa pennen.
Das ging so bis drei Uhr nachmittags, weil ich nicht gehen sollte, bevor die beiden aufgestanden waren, und so bestand der Sonntag daraus, sich vom Wochenende zu erholen.